Wald – Burgerwald

 

 

Der Burgerwald

Der Burgerwald weist eine Fläche von 788 ha auf. Er umfasst die folgenden grösseren Waldkomplexe rund um die Stadt Burgdorf:
-  Pleerwald                                                     
-  Binzberg                                                       
-  Färnstu                                                       
-  Oueberg, Füstleberg und Stadelrain                   
-  Glööri und Schneitenberg
-  Burdlef-, Oberburg- und Winterseyschachen
-  Reckholter
-  Samstu und Diebstu

Der Laubholzanteil von 50% entspricht der langfristigen Vorstellung der Verantwortlichen für einen stabilen und gesunden Wald in der Region Mittelland. Jung- und Altbestände sind seit dem Sturm Lothar in einem nachhaltigen Verhältnis vertreten.
Pro Jahr werden rund 7'000 Festmeter Holz geschlagen und aufgerüstet. Diese Menge entspricht dem jährlichen Zuwachs.
Im Burgerwald kann somit während Jahrzehnten und Jahrhunderten die gleich grosse Menge Holz genutzt werden, ohne den Wald dabei auszubeuten (forstliche Nachhaltigkeit). Zukünftige Generationen werden dieses Erbe weiterhin bewirtschaften können.
Bei der Bewirtschaftung des Burgerwaldes kommen - wenn immer möglich - die Grundsätze des naturnahen Waldbaus zur Anwendung:
-  Bevorzugung der natürlichen Waldverjüngung gegenüber der künstlichen Verjüngung (Pflanzungen)
-  Anwendung von langen Verjüngungszeiträumen und von Schlagverfahren, welche das typische
   Waldklima zu erhalten versuchen
-  Verzicht auf ein flächiges Befahren des Waldbodens (Bodenschutz)
-  Streben zum Aufbau von stabilen Mischbeständen

Mit den beiden Waldreservaten "Gysnaufluh" und "Wintersey- und Oberburgschachen" wurden über 50 ha des Burgerwaldes aus der Bewirtschaftung entlassen. Langfristige Verträge mit dem kantonalen Naturschutzinspektorat sorgen dafür, dass sich in diesen Wäldern natureigene Entwicklungsprozesse abspielen können.